Ausgangslage
Luminé entwickelt und produziert Social-Media-Content für Cafés, Handwerk, Sport und Personal Brands, von der Strategie über den Dreh bis zum Schnitt. Eine Agentur, deren Produkt Video ist, braucht eine Website, die Arbeiten zeigt, statt sie zu beschreiben.
Vor dem Umbau stand ein Audit des bestehenden Stands: 12 Routen, jeweils in 8 Bildschirmbreiten. Es fand unter anderem ein Formular ohne Versandweg, Kennzahlen ohne Beleg, drei unterschiedliche visuelle Welten auf einer Seite, einen einzigen Seitentitel für alle Routen und einen Akzentton, der den Kontrast nach WCAG AA verfehlt (4,02 zu 1).
Gestaltungsentscheidungen
- Konzept: Die Seite ist ein Kontaktbogen. Arbeiten stehen in Reihenfolge, mit Frame-Nummer wie (01) und einer Meta-Zeile. Es gibt einen Timecode im Hero und vier große Zeilen „Stoppen. Schauen. Merken. Handeln.“ als Manifest.
- Bildsprache: Statt Stockmaterial läuft im Hero ein Korridor aus 18 Karten mit echten Kundenclips. Jede Karte hat ein Standbild und ein stummes Loop-Video darüber. Die Headline ist als Glasschrift gesetzt: Die laufenden Clips brechen sich in den Buchstaben.
- Typografie: Bricolage Grotesque für Überschriften, Instrument Sans für Fließtext, beide als Variable-Font-Dateien selbst gehostet, mit den Lizenzdateien im Projekt.
- Farbe: Papierton (#F2EEE6) als Grund, Ink (#12100E) für die dunklen Bänder, Klein-Blau (#2233E0) als einzige Akzentfarbe. Gelb (#FFD23F) erscheint nur als Marker-Fläche hinter einem Wort. Die Kontrastwerte stehen als Kommentar an den Tokens, etwa 6,93 zu 1 für Blau auf Papier. Ein Umschalter wechselt zwischen hellem und dunklem Theme, die Ink-Bänder bleiben in beiden dunkel.
- Bewegung: Ein Ladescreen läuft nur beim Direktaufruf der Startseite, mindestens 900 und höchstens 2500 Millisekunden, und wartet dann auf ein Tippen. Diese Geste schaltet die Videos für Safari und iOS frei. Ein Vorhang begleitet den Seitenwechsel, Lenis glättet das Scrollen (1,1 Sekunden). Bei reduzierter Bewegung entfallen Ladescreen und Smooth Scroll.
- Work-Bahn: Vertikales Scrollen fährt die Kacheln seitlich, ein Video nach dem anderen liegt mittig. Videos starten ab 60 Prozent Sichtbarkeit, höchstens zwei laufen gleichzeitig, das Standbild bleibt darunter.
- Kontakt-Abschluss: Eine Pixel-Berglandschaft auf einem Canvas mit 8x8-Bayer-Dithering, hell und dunkel getrennt, deren Vordergrund in genau die Farbe des Footers übergeht.
Aufbau und Seiten
Die Startseite besteht aus Hero, Proof-Streifen, Work-Bahn, Manifest, Leistungen-Teaser mit fünf Zeilen und dem Kontakt-Abschnitt. Dazu kommen die Seiten Leistungen, Projekte, vier Fallseiten, Anfrage, Impressum, Datenschutz und eine 404-Seite.
Die Anfrage ist ein echtes Formular mit Validierung, Honeypot-Feld und Zeitprüfung gegen Bots. Ein Entwurf bleibt in der Sitzung erhalten. Die Erfolgsmeldung erscheint nur, wenn der Server mit einem 2xx-Status antwortet. Kontaktweg und Endpunkt kommen aus Umgebungsvariablen und stehen nie im Code.
Technik
Die Seite läuft mit Vite 7, React 19, TypeScript und react-router-dom, gestaltet mit CSS-Modulen. Lenis übernimmt das Scrollen, die Bibliothek motion nur das schwebende Feld auf der Projekte-Seite. Unterseiten werden erst beim Aufruf geladen. Nach dem Entfernen von three.js, GSAP und mehreren Effekt-Komponenten sank das Start-JavaScript laut Build-Protokoll von 115,6 auf 86,0 kB gzip.
Jede Route setzt Titel und Beschreibung selbst. Im HTML stehen Open-Graph-Angaben, JSON-LD (Organization, WebSite), Sitemap, robots.txt und ein noscript-Block mit den wichtigsten Links. Da die Seite eine Single-Page-App ist, sehen Crawler ohne JavaScript diese Grundwerte, aber nicht alle Inhalte.
Was das Projekt zeigt
Ein Projekt mit viel Bewegung braucht Regeln: eine Hauptbewegung pro Abschnitt, jede mit statischem Endzustand bei reduzierter Bewegung, Videos nur, wenn sie im Bild sind. Luminé zeigt, wie sich eine bildstarke Seite bauen lässt, ohne Ladezeit und Tastaturbedienung zu opfern: Die 18 Korridor-Karten sind keine Tab-Stops, der Skip-Link steht als erstes Element im DOM.
Häufige Fragen
Was zeigt die Luminé-Website?
Sie zeigt Arbeiten einer Social-Media-Agentur: Reels aus echten Kundenprojekten, vier Fallseiten, die Leistungen und ein Anfrageformular. Luminé entwickelt und produziert Social-Media-Content für Cafés, Handwerk, Sport und Personal Brands.
Warum laufen im Hero echte Kundenclips statt Stockvideos?
Für eine Agentur ist die eigene Arbeit der Beweis. Deshalb besteht der Hero-Korridor aus Clips aus Kundenprojekten. Jede Karte trägt zusätzlich ein Standbild, damit die Seite auch ohne laufendes Video vollständig aussieht.
Wie barrierearm ist die Seite gebaut?
Der Skip-Link ist das erste Element im DOM, der Fokus ist sichtbar, die 18 Korridor-Karten sind keine Tab-Stops. Bei reduzierter Bewegung entfallen Ladescreen, Smooth Scroll und Videos in der Bahn. Ein vollständiges Barrierefreiheits-Audit ersetzt das nicht.
Welche Technik steckt hinter der Seite?
Vite 7, React 19, TypeScript, react-router-dom, Lenis für das Scrollen, CSS-Module und selbst gehostete Schriften. Es gibt keine 3D-Bibliothek und kein GSAP mehr.
Eine Website, die Arbeiten zeigt?
Beschreib dein Vorhaben in der Anfrage. Danach vereinbart das Studio ein Erstgespräch per Video-Call oder Telefon.
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